Jurybegründung des Juryvorsitzenden Friedrich Kofler:
Dieses Projekt verdient den ersten Preis, da hier eine Vielzahl
von Open Source Produkten in einer unternehmensweiten und
mission-critical Anwendung integriert wurden. Die
Gesamthaftigkeit des Projektes mit unterschiedlichen Anwendungen
und unterschiedlichen Hardware- und Netzwerkebenen ist ein
weiteres Merkmal der Projektqualität. Die Signifikanz des
Projektes für die Wettbewerbsposition des Unternehmens ist sehr
gut nachvollziehbar. Hervor zu heben ist weiters, dass die
Projektergebnisse im Sinne des Open Source Modells auch
tatsächlich wieder unter Open Source Bedingungen der
Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden.
Die Kleider-Bauer-Gruppe (knapp 50 Filialen, 1300 Mitarbeiter)
wickelt mit ihren Kassensystemen österreichweit den Verkauf von
mehreren Millionen Warenteilen pro Jahr ab. Im Zuge der
Euro-Umstellung wurde die IT der Filialen komplett erneuert und
durchgängig auf freie Software umgestellt: Jede Filiale hat die
Infrastruktur eines kleinen Unternehmens mit eigenem Server für
Datenbank und E-Mail. Die Kassenanwendung wurde in VisualKopi
(Java) entwickelt. Die Filialen sind über das erste private
ADSL-Netzwerk verbunden. kopiRight> ist Generalunternehmer für
Realisierung und Support und sorgt für die ständige
Systemüberwachung und -betreuung. Durch die mit dem
vollständigen Open Source-Konzept geschaffene homogene und
stabile Lösung konnten die IT-Kosten von Kleider-Bauer im
Vergleich zum Branchenschnitt um über 50% gesenkt werden (das
Budget liegt im 7-stelligen EUR-Bereich).
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